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Vorzügliche Weine aus dem Landkreis Esslingen.

Wein - das erste Exportprodukt im Landkreis.

Der Weinanbau im Landkreis hat eine sehr lange Geschichte und Tradition. Bereits die Römer sollen die Trollinger-Rebe mitgebracht und angebaut haben. Bereits in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts wurden von den Esslinger Mönchen Weingärten angelegt. Der Anbau wurde in den folgenden Jahrhunderten schnell intensiviert.

Im Mittelalter war Esslingen ein bedeutendes Zentrum von Weinbau und Weinhandel. Ein großer Teil des Reichtums zu dieser Epoche basierte auf dem Wein. Durch die großen Erträge wurde bereits Wein exportiert. So kamen die Menschen bis hin zum Elsass und nach Bayern in den Genuss des "Esslinger Weins". Damals wurde der Wein mit dem legendären „Esslinger Eimer“ abgemessen. Diese Maßeinheit war im Weinhandel in ganz Württemberg gebräuchlich und umfasste rund 300 Liter. Der Wein wurde damals täglich von allen Schichten genossen und war praktisch ein Grundnahrungsmittel.
In den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1826, wurde dann in Esslingen die älteste Sektkellerei Deutschlands gegründet. Bis in die heutige Zeit reift in den historischen mittelalterlichen Gewölbekellern Sekt in Flaschengärung.
Anfang des 20. Jahrhunderts schlossen sich die Esslinger Weingärtner in der ersten Winzergenossenschaften zusammen. Heute sind Esslingen und Neuffen bekannt für ihre herrlichen und bekömmlichen Weine. Wie eh und je werden die Trauben mit viel Mühe und Ausdauer in Handarbeit geerntet. Mit viel Liebe und winzerischen Geschick enststehen dann regionaltypische einzigartige Weine. Entdecken können Sie diese tollen Weinanbaugebiete bei den Weinwandertagen. Zu den beliebtesten gehören hier der Weinwandertag in Esslingen und der Weinwandertag in Neuffen.

Die hier unter anderem angebauten Rebsorten sind:
Rotwein: Trollinger, Lemberger, Portugieser, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Schwarzriesling und Spätburgunder
Weißwein: Riesling, Silvaner, Kerner, Traminer, Ruländer und Müller-Thurgau

Die Winzer produzieren nicht nur vorzügliche Weine, sondern erhalten auch das über Jahrhunderte gewachsene Landschaftsbild entlang des Neckars und am Albtrauf. Die hiesigen traditionellen Weinfeste werden gebührend gefeiert und zeugen von der hohen Weinkultur im Landkreis.

Eine der höchst gelegenen Weinlagen Deutschlands.

Esslinger Schenkenberg

Eine Sandstein-Mauer

Die steilen Hänge mit ihren Weinbergen prägen das Stadtbild von Esslingen. Direkt an die Altstadt, auf dem Weg zur Burg, befinden sich die bizarrsten Weinberge der Stadt. Die größten Weinanbauflächen findet man hier in steilen Terrassen-Lagen. In der sogenannten "Esslinger Weinsteige" finden die Trauben ideale Wachstumsbedingungen. Auf rund 80 ha wird im Stadtgebiet Wein angebaut. Die Württemberger Großlage Weinsteige ist hier in die Einzellagen Schenkenberg, Esslinger Burg und Kirchenburg aufgeteilt. Mit nur 1,6 ha gehört die Weinberglage Esslinger Burg zu den ältesten und kleinsten in Württemberg. Aber aus der geschützten Lage entstehen die mit edelsten Tropfen im Großraum Stuttgart.

Eine kleine Weinlage befindet sich auch in Aichwald-Aichelberg. Die Rebfläche ist unter dem Namen Aichelberger Luginsland in der Weinbergrolle eingetragen. Lagenmäßig gehören die 13 Hektar Rebfläche bereits zum Remstal. Der Weinanbau spielt in der Schurwaldgemeinde schon seit dem Mittelalter eine große Rolle. Heute hat die Weingärtnergenossenschaft gute Weiß- und Rotweine im Angebot. Dem regionalen Wein wird jedes Jahr, am letzten Augustwochenende, beim Wengertfest gehuldigt.

Auch entlang des Neckars gab es verschiedene traditionelle Weinanbaugebiete. Erwähnenswert ist hier Plochingen. Einst war der Weinanbau der Haupterwerb der Stadt. Diese war umgeben von Weinbergen. Doch im Zeitalter der Industrialisierung verschwanden sie nach und nach. Die Einwohner Plochingens arbeiteten von nun an in der Neckar-Schifffahrt, die Anfang des 20. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung gewann. Erst in den 80-ziger Jahren des letzten Jahrhunderts besann man sich in der Stadt und gründete den Verein für historischen Weinanbau. 1986 kelterte man in Plochingen wieder seinen eigenen Wein aus der Einzellage Hansen.

Weinanbau in Neuffen

Kaum zu glauben aber wahr. Auch am Rand der Schwäbischen Alb werden seit dem 11. Jahrhundert Reben angepflanzt. Die mineralischen Basalttuff-Böden, welche durch die Eruption der Vulkane an die Oberschicht geschleudert wurden, verleihen dem Wein von der Alb eine ganz spezielle Note. Ohne diesen Böden wäre der Weinanbau hier nicht möglich. Das Gestein erwärmt sich schnell und speichert die Wärme. So können die Reben hier trotz kalter Nächte gut gedeihen. Den Wein aus dem Tal der Steinach bei Neuffen nennt man Täleswein. Die Reben, die sich bis auf eine Höhe von über 500m den Berg hochziehen, werden geschützt durch die angrenzenden Berge. Die Trauben werden in den Orten Beuren, Weilheim an der Teck, Neuffen, Neuffen-Kappishäusern, Kohlberg, Linsenhofen und Frickenhausen auf rund 42 ha angebaut. Von den vielen alten Weinbergen sind nur noch sehr wenige erhalten geblieben. Die Großlage Hohenneuffen ist in die Einzellagen Schlosssteige und Hofsteige aufgeteilt und gehört zu den höchst gelegenen Weinlagen in Deutschland.

Weinverkauf und Weinproben

  • Weingut Clauss, Champagnestr.1, Esslingen-Pliensauvorstadt
  • Weingut Bayer, Uhlbacher Str. 86, Esslingen-Rüdern
  • Weingut Kusterer, Untere Beutau 44, Esslingen-Innenstadt
  • Weingärtner Esslingen, Lerchenbergstr. 16, Esslingen-Mettingen
  • Weingut und Brennerei Dolde, Beurener Str. 16, Frickenhausen-Linsenhofen
  • Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck, Kelterplatz 8, Neuffen
  • Weingut Elke Muckenfuß, Eberhardstr. 3, Neuffen

Der Besa

"Besenzeit"

Die Besenwirtschaft wird auf schwäbisch einfach nur Besa genannt und hat nichts, wie man vermuten könnte, mit der regionalen Tradition der Kehrwoche zu tun. Ein Besa ist eine Weingaststätte. Die Besengeschichte geht auf die die Landgüterverordnung und den „Kranzwirtschaft-Erlass“ von Karl des Großen zurück. Was beschloss der Kaiser vor rund 1300 Jahren? Wein- und Obstbauern dürfen ihren Wein und Most auch an durstige Bürger verkaufen. Eine solche Gastwirtschaft sollte man mit einem Kranz aus Stroh oder Reisig kennzeichnen. Im Verlauf der Jahrhunderte blieb der Brauch bestehen. Der Kranz wurde zu einem Besen. In anderen Regionen nennt man die Besen auch Straußwirtschaften, Rädleswirtschaft oder Heckenwirtschaft. Derartige Gaststätten findet man in fast allen Weinanbaugebieten. Besenwirtschaften welche Most ausschenken nennt man Mostbesen.

Der Winzer, oder hier Wengerter genannt darf diesen Ausschank für 4 Monate im Jahr öffnen. Neben eigenem Wein dürfen die Wengerter hier kalte Gerichte (Vesper) oder einfache, regionale, warme Gerichte servieren. Aufwendige Gerichte sind nicht erlaubt. Typische Gerichte in der Besenwirtschaft sind Schlachtplatte (Sauerkraut, Blutwurst und Leberwurst), Maultaschen, saure Kutteln, Wurstsalat, Ochsenmaulsalat, Zwiebelkuchen, Flammkuchen, Ripple, Vesperbrett, Käsebrett und ähnliches.

Einst waren die Besenwirtschaften meist in den Wohnzimmern der Winzerfamilien untergebracht. Auch heute noch findet man sie oft in dem Weinkeller, oder in der Scheune. Besenwirte müssen sich streng an diese Regeln halten, denn sie sind erlaubnis- und abgabenfrei. Viel Spaß in der urigsten Form der schwäbischen Gastlichkeit. Alle Besentermine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Besenwirtschaften im Landkreis Esslingen

  • Die Besenwirtschaft „Am Brünnele“ - Württembergs höchste Besenwirtschaft gibt es bereits seit 1985. Walter Muckenfuss & Carola Stilling öffnen im Frühling, zum Spargelbesen im Mai, sowie zum Herbst- und Winterbesen. Den Besen finden Sie in der Brunnenstraße 5, 72639 Neuffen-Kappishäusern.
  • Auch in Kappishäusern befindet sich die Besenwirtschaft zum Weinbergpflug. Familie Maierhöfer serviert hier roten und weißen Landwein, sowie schwäbische Leckereien. Dettingerstr. 42 in Neuffen-Kappishäusern.
  • Der Beutaubesen des Weingut Adolf Bayer befindet sich in der Esslinger Altstadt, Mittlere Beutau 49. Prämierte Weine in einem ehemaligen Wengerterhaus.
  • Auch die Plochinger Besenwirtschaft von Christine Gessert befindet sich in einem ehemaligen Wengerterhaus von 1799. Rustikale Küche und Plochinger Wein im Gablenberg 12, 73207 Plochingen.
  • Der "Echte Besen" der Familie Böhmerle liegt genau gegenüber vom S-Bahnhof Esslingen Mettingen, in der Obertürkheimerstr. 2. Rustikales Ambiente mit selbst erzeugtem Wein.
  • Im Stil einer rustikalen Holzhütte wurde der Hüttenbesen von Markus Gschwind nachgebaut.Von der Schlachtplatte bis hin zu Kutteln, sowie Wein und Sekt aus Eigenanbau. Obertürkheimerstr. 39, 73733 Esslingen-Mettingen.
  • Gutbürgerliche schwäbische Hausmannskost erwartet Sie im Haug's Schurwaldbesen. Das gemütliche und gesellige Ambiente finden Sie in der Thomashardterstr. 59, 73669 Lichtenwald-Hegenlohe.
  • Den etwas anderen Besen finden Sie in Baltmannsweiler. Martin Ziegler führt hier die Besen- und Brennereischänke. In der Reichenbacherstr. 4, Baltmannsweiler im Schurwald.
  • Urig geht es auch im Krummhardter Besen zu. Spezialitäten sind Flammkuchen und Holzknechtbrot. In der Lindenstraße 24, 73773 Aichwald-Krummhardt.
  • Maultäschle und Wengerter-Vesperteller gibt es unter anderem in der Besenwirtschaft von Elke Muckenfuß. Den Besen im Weingut finden Sie in der Eberhardstraße 3, 72639 Neuffen.
  • Zwiebelkuchen aus dem Beurener Backhaus gibt es im Heubarn. Die Besenwirtschaft von Familie Krohmer befindet sich am Kelterplatz 4, 72660 Beuren.
  • "Fuchsloch" heisst der Besen der Familie Schiller. Er befindet sich in der Metzinger Str. 36, 72660 Beuren-Balzholz. Mehr Infos unter Tel. 07025-6531.
  • Gundi´s Besastüble in Aichwald-Aichelberg. Schwäbische Gemütlichkeit in der Schnaiter Straße 7.
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