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Schupfnudeln mit Sauerkraut

Zu den beliebtesten schwäbischen Spezialitäten am Neckar und auf der Alb gehören Sauerkraut mit Schupfnudeln. Wie viele andere Traditionsgerichte, hat auch diese Speise ihre Ursprünge in der armen bäuerlichen Bevölkerung des 17. und 18. Jahrhunderts.
Schon einige Jahrhunderte zuvor hatte man festgestellt, daß man aus Ei, Mehl und Wasser einen Teig herstellen kann. Er wurde in Salzwasser gegart und war eine schmackhafte Art satt zu werden. Aus schriftlichen Überlieferungen weiss man, daß die Soldaten im 30-Jährigen Krieg aus ihren Lebensmittelrationen solche Nudeln herstellten. Die Kartoffeln kamen erst wesentlich später in den Teig. Im 17. Jahrhundert verordnete der Preußenkönig Friedrich II., die populär werdende Gemüsepflanze Kartoffeln verstärkt anzubauen. Da die Bauern gehorsam waren taten sie wie ihnen befohlen wurde. Bald gab es soviele Kartoffeln, daß diese wesentlich billiger als Mehl waren. Da die Menschen im Landkreis Esslingen schon immer sparsam waren und gut haushalten konnten, mischten sie den Teig mit Kartoffeln und Mehl. So war das neue Gericht Schupfnudeln entstanden.

Filderkrautfest in Echterdingen

Schupfnudeln

In großen Pfannen werden Schupfnudeln mit Kraut hergestellt.

Das Kraut hatten die Menschen in ihren Gemüsegärten. Eingelegt und zu Sauerkraut verarbeitet hielt das Kraut den ganzen Winter. Sauerkraut war ein wichtiger Vitaminlieferant dieser Zeit. Damit die heimische Köche ihre hungrige Familie satt bekamen, mischten sie aus gestampften Pellkartoffeln, Mehl und Eiern einen festen Kartoffelteig Daraus formten sie 3.5 cm lange, fingerdicke Stücke, die an den Enden spitz zulaufen. Danach wurden die so entstandenen Schupfnudeln in kochendem Salzwasser für 8 bis 10 Minuten gegart. Die entstandene Sättigungsbeilage wurde mit Sauerkraut vermischt gegessen. Das Gericht ist bis heute gleich geblieben. Die Buabespitzle, wie die Kartoffelspezialität auch genannt wird sind auf den meisten regionalen Festen nicht wegzudenken.
Reste der schwäbischen Gnocchi kann man auch in Fett ausgebraten. Beliebt sind Schupfnudeln unter anderem auch als süße Variante, mit Apfelmus oder anderen Kompottsorten.

Schwäbische Schupfnudeln

Das Sauerkraut wird mit Weisswein abgeschmeckt

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