Startseite | Cookies | Kontakt | Impressum | Haftungsausschluss

Der Ailenbergturm

Der Ailenbergturm in Esslingen wird auch Melacturm und Schlurger genannt. Er wurde 1575 vom Esslinger Armenkasten als Lusthäuschen erbaut. Er steht inmitten der Esslinger Weinberge, überhalb von Stuttgart-Obertürkheim und ist der südwestlichte Punkt der Stadt.

Der Esslinger Ailenbergturm

Seine heutige Gestalt erhielt der Ailenbergturm bei Umbauarbeiten Mitte des 20. Jahrhunderts. Er befindet sich rund 700 Meter Wegstrecke unterhalb von Esslingen-Rüdern. In den Sagen un Mythen der Stadt Esslingen nimmt er eine große Rolle ein.
Haben Sie schon einmal etwas vom Schlurger gehört? Dieser "Weingeist" geistert schon seit dem 16. Jahrhundert durch die Weinberge. Sein Zuhause ist der Ailenbergturm. Überlieferungen nach schlurft diese gute Geist zur Zeit der Weinblüte und der Weinlese allnächtlich durch die Weinberge. Er hat sich zum Ziel gesteckt diese zu hüten.

Und dann spielt der Ailenbergturm auch noch die Hauptrolle, in der Sage von Melac und dem Mädchen von Esslingen.
Zur Zeit der Franzosenkriege, Ende des 17 Jahrhunderts belagerte General Melac die Stadt. Die verängstigten Esslinger öffneten ihm die Stadtore um seinem Zorn zu entgehen. Ezéchiel du Mas, comte de Mélac wie der General zu seiner Zeit genannt wurde, war ein berüchtigter Krieger und diente dem "Sonnengott" Ludwig XIV. Auf sein Konto gingen zahlreiche Brandschatzungen in Schwaben und der Pfalz.

Also kein Wunder das die Esslinger Bürger Bammel hatten. Nun kam dem unsympathischen Kerl zu Ohren, dass es in der Stadt ein bildhübsches Mädchen gab. Er wollte ein Rendevouz - ansonsten würde die Stadt geplündert und eingeäschert. Treffpunkt für dieses Tête-à-tête sollte der Ailenbergturm sein. Nun das Mädchen kam und wahrscheinlich wollte sich der General ein wenig "Verlustieren". Soweit sollte es aber nicht kommen. Das mutige Esslinger Mädel hatte einen Dolch dabei. Beim Versuch sie an sich zu ziehen versuchte sie den Dolch in Melac Rücken zu stechen. Das blöde an der ganzen Sache. Der General hatte wohl eine Vorahnung und er entwand ihr den Dolch. So war der Versuch leider gescheitert und die fiese General seinerseits tötete das Mädchen. Auch noch heute wird an die schwarzgelockte Gestalt in Generalsuniform, mit Federhut und Stulpenstiefeln erinnert. Er spielt eine Rolle in den Esslinger Fastnachtsumzügen. In vielen ländlichen Regionen wird sein Name heute noch von Bauern als Schimpfwort und Hundename gebraucht.

Wirklich gut recherchiert wurde die Sage von Gunter E. Grimm. Das Mädchen von Esslingen. Wandlungen einer Sage sollten Sie einmal lesen.

Heute ist der Ailenbergturm ein tolles Wanderziel in den Weinbergen. Von hier haben Sie eine fantastische Aussicht in die Mettinger Weinberge und über das Neckartal bis Stuttgart.

Blick vom Ailenbergturm Richtung Stuttgart.

  Freizeit Esslingen (C) 2011 - 2016 - Alle Rechte vorbehalten. Das Ferien- und Freizeitportal für den Landkreis Esslingen.