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Das romantische Siebenmühlental

Das Naherholungsziel und Naturschutzgebiet Siebenmühlental befindet sich zwischen Leinfelden-Echterdingen und Waldenbuch. Es ist der Lebensraum von annähernd 200 Pflanzenarten, zahlreihen Vogel-, Nachtfalter-, Reptilien- und Amphibienarten. Beschaulich und romantisch liegen hier 11 Mühlen. Ausgangspunkt in das idyllische Reichenbachtal ist Musberg, am Südwestrand der Filderebene.
Das Tal ist ein Eldorado für Spaziergänger, Wanderer, Inlineskater und Radfahrer. Ideal für eine aktive Freizeitgestaltung und um eine intakte Natur zu erleben. Auch im Winter ist das Naherholungsgebiet mit seinem ehemaligen Wintersportgebiet ein beliebtes Ausflugsziel. Und dies nicht nur für Rodelbegeisterte.
Eine weitere Besonderheit im Tal sind die Überreste der Siebenmühlenbahn und natürlich die Mühlen. Mit ihren Gaststätten und Biergärten sind sie beliebte Ausflugsziele im Landkreis Esslingen. Die Mühlen haben alle eine lange Geschichte die bis weit in das Mittelalter zurückreicht. Nachfolgend stellen wir Sie ihnen kurz vor.

Impressionen aus dem Siebenmühlental

Die einzelnen Mühlen im Reichenbachtal:

  • Die Obere Mühle wird auch erste Mühle genannt. Sie befindet sich am Eingang zum Siebenmühlental in Musberg. Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde die damalige Mohrenmühle Ende des 14. Jahrhunderts. Im 17. Jahrhundert wurde sie in Laxenmühle umbenannt. Seit dem 18. Jahrhundert ist sie im Volksmund als Obere Mühle bekannt.
  • Die zweite Mühle im Siebenmühlental ist die Eselmühle. Auch diese Mühle befindet sich auf der Gemarkung Musberg und liegt direkt am Reichenbach. Sie ist die noch einzige aktive Mühle. Mit dem alten Mahlwerk wird noch heute das Mehl gemahlen. Das Gestreide stammt aus biologisch-dynamischem Anbau. Aus ihm wird das vielgelobte "Gmelin-Brot" in dem Holzbackofen gebacken. Besucher der Eselsmühle können im Café, der Gartenwirtschaft oder der Vesperstube relaxen. Außerdem gibt es hier einen Bioladen. Geschichtsinteressierte können in der Eselsmühle eine Fossiliensammlung besichtigen. Mineralien und Versteinerungen stehen im Mittelpunkt der geologischen Sammlung. Am beeindruckenden sind jedoch die sind Mammutstoßzähne aus Steinheim an der Murr.
  • Die Mäulesmühle in Leinfelden-Echterdingen ist die dritte Mühle des Tals. Sie wurde im 14. Jahrhundert das erste Mal erwähnt. Das wunderschöne Fachwerkhaus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Die Wassermühle wird seit Ende des zweiten Weltrieges nicht mehr betrieben. Überregional bekannt ist die Mühle durch die Aufführungen mit den Protagonisten Hannes und der Bürgermeister. Sie werden auch im regionalen Fernsehen übertragen. Daneben befindet sich ein der Mühle ein Mühlenmuseum. (Sehr beliebt ist auch das hier ansässige schwäbische Bio-Restaurant mit Biergarten. Zu den jährlichen Höhepunkten zählt die Maihocketse Mühlentrubel. Sie wird am 1. Mai und am Vatertag veranstaltet.
  • Die Seebruckmühle ist die 4. Mühle des Siebenmühlentals. Wie auch die Mäulesmühle befindet sie sich auf der Gemarkung von Leinfelden-Echterdingen. Diese Mühle wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und bis 1948 wieder aufgebaut. Heute beherbergt sie ein traditionelles Lokal mit gemütlichem Biergarten und ist ein beliebtere Ort zur Einkehr bei Wanderern geworden. Direkt neben der Mühle ist die Galerie "Weiße Scheune". Hier werden Werke des Malers und Bildhauers Hans Hahn-Seebruck ausgestellt.
  • Die fünfte Mühle des Tals ist die Schlechtsmühle. Ihre Ursprünge reichen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Diese Mühle wurde einst nach Ihren Besitzern, der Familie Schlecht benannt. Heute ist sie in Privatbesitz und die Besitzer betreiben hier eine Bioland-Rinderzucht.
  • Die 6. Mühle des Siebenmühlentals ist die Schlösslesmühle. Ihren Namen bekam die ehemalige Poststation durch ihr prächtiges Ambiente. Zu Zeiten der Siebenmühlentalbahn gab es hier eine Haltestelle. Heute ist die Mühle mit ihrem Restaurant und Biergarten ein gerne frequentierter Ausflugsort. In dieser Mühle können auch Ferienwohnungen gemietet werden.
  • Die Walzenmühle ist siebte Mühle des Tals. Sie beherbergt heute einen Reiterhof und ist seit 1964 in Privatbesitz.
  • Die Kochenmühle liegt auf der Gemarkung von Stetten auf den Fildern. In dieser achten Mühle hat man noch bis 1931 gemahlen. Das Mühlengebäude aus dem 16. Jahrhundertwurde Ende der 70-ziger Jahre,zum Kulturdenkmal erklärt. Zu Zeiten der Siebenmühlentalbahn gab es hier eine Haltestelle. Heute befinden sich in dem zweigeteilten Gebäude der Mühle ein Büro und eine Gaststätte.mit Biergarten
  • Die Obere Kleinmichelsmühle ist die 9. Mühle. Sie wurde wie man an der Inschrift ablesen kann 1709 errichtet. Das auf der Gemarkung Plattenhardt stehende Gebäude ist heute im Privatbesitz.
  • Die 10. Mühle des Siebenmühlentals ist die Untere Kleinmichelsmühle. Auch Sie gehört zur Gemarkung Plattenhardt. Die ehemalige Getreidemühle wurde erstmals Anfang des 15. Jahrhunderts erwähnt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Mühle zu einem Sägewerk umgebaut. Zunächst wurde es mit Wasserkraft und später bis in die heutigen Tage mit Strom betrieben. Das Sägewerk ist heute in Privatbesitz und kann nicht mehr besichtigt werden.
  • Die Burkardtsmühle ist die 11. und letzte Mühle in dem traumhaft schönen Siebenmühlental. Sie liegt nahe der Mündung des Reichenbachs die Aich. Sie gehört zum Stadtgebiet von Waldenbuch. In den 30-ziger Jahren gab es an der Mühle sogar ein Freibad. Heute befindet sich unweit der Mühle der Startpunkt für den beliebten Waldlehrpfad Betzenberg und ein Spielplatz. Auch in dieser Mühle wird in einem Restaurant mit Biergarten, für das leibliches Wohl der Besucher gesorgt.

Die Siebenmühlenbahn

Eine weitere Besonderheit im Tal sind die Überreste der Siebenmühlenbahn. Die Dampfbahn fuhr damals vom Bahnhof in Leinfelden bis nach Waldenbuch. Die Strecke war knapp 12 km lang und wurde nur 27 Jahre lang, von 1928 bis 1955 betrieben. Die ehemalige Trasse ist zum größten Teil erhalten geblieben und wurde asphaltiert. Heute ist ein Bundeswanderweg, welcher von Musberg bis nach Waldenbuch/Glashütte reicht.

Die Siebenmühlenbahn

Ein ehemaliges Bahnviadukt der Siebenmühlenbahn, in der Nähe der Eselsmühle.

Das Wintersportgebiet Piz Mus

Es ist nicht leicht vorstellbar, das Siebenmühlental als Wintersportgebiet? Schon in den frühen 20-ziger Jahren hatte der Wintersport bei Musberg einen Stellenwert. Im Laufe der Zeit wuchs die Beliebtheit des Skigebietes. Seinen Höhepunkt erlebte die die Skiregion Mitte der 50-ziger Jahre, als oberhalb der Eselsmühle eine Sprungschanze eröffnet wurde. Auf dieser Sprungschanze brachte es der Olympiasieger von 1960 Georg Thoma auf stolze 48 Meter. 1965 wurde das Wintersportgebiet durch einen Schlepplift ergänzt. Dieser wurde 1995 mangels Schnee und wegen Kostengründen stillgelegt. Die Überreste der Sprunganlage und der Skilift sind auch noch heute erhalten. Heute wird das Gebiet Piz Mus vorwiegend zum Schlittenfahren, bzw. Rodeln genutzt.

Der Piz Mus

Direkt neben der Mühle befindet sich die Skiliftanlage.

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